Clemens Wilhelm receives the STIFTUNG KUNSTFONDS Arbeitsstipendium 2019.

About STIFTUNG KUNSTFONDS:

Zweck und Aufgabe der Stiftung Kunstfonds ist die Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst in Deutschland.

Alljährlich werden rund 70 Künstlerinnen und Künstler, Galerien, Kunstvereine, Museen, freie Kuratoren und Verlage mit bis zu 1,1 Millionen Euro insgesamt unterstützt, und zwar durch Stipendien, Projekt- und Ausstellungsförderungen oder Publikationszuschüsse. Der mit 25.000 Euro dotierte “HAP-Grieshaber-Preis der VG BILD-KUNST” wird jedes Jahr an eine Künstlerin oder einen Künstler vergeben.

Über die Förderungen entscheiden unabhängige Jurys, denen mehrheitlich Künstlerinnen und Künstler angehören. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die künstlerische Arbeit der Stipendiaten und die Projekte einem bundesweiten Qualitätsmaßstab entsprechen müssen. Die Jurys richten Ihr Augenmerk besonders auf die Unterstützung des künstlerisches Nachwuchses und die Mitfinanzierung innovativer Projekte, die durch das Raster des zunehmend kommerzialisierten Kunstbetriebes zu fallen drohen.

Aus rund 1500 Bewerbungen, die pro Jahr vorliegen, wählen drei Jurys die Stipendiaten und die zu fördernden Projekte bzw. die Ausstellungs- und Publikationsförderungen aus. Die Mitglieder dieser Jurys werden vom Stiftungsrat für jeweils drei Jahre gewählt und können maximal einmal wiedergewählt werden, nach sechs Jahren muss jedes Mit­glied unwiderruflich aus der Jury ausscheiden. Für alle Beteiligte ist wichtig, dass nicht “Verbandsfunktionäre” in der Jury agieren sondern fachlich und künstlerisch qualifizierte unabhängige Persönlichkeiten, die die Förderanträge ausschließlich nach ihrer inhaltlichen Qualität begutachten.

Vor dem Hintergrund ihres professionellen Fachwissens urteilen die Juroren über die Konzepte der vorgestellten Projekte, über kunstspezifische Fragestellungen oder über deren Innovationsgehalt und beispielhaften Charakter. Über die Arbeitsstipendien und Projektzuschüsse an Einzelkünstler entscheiden zwölf bildende Künstler, zwei Kunstvereinsleiter und zwei Galeristen. In der Jury für Ausstellungsprojekte und Dokumentationen, die von Künstlern und Kunstvermittlern vorgestellt werden, tagen sechs bildende Künstler, ein Kunstvereinsleiter und ein Galerist. Die Jury für die Werkverzeichnungen, die auch die Aufnahmen für das Archiv für Künstlernachlässe empfiehlt, besteht aus sechs bildenden Künstlern, einem Galeristen und einem Museumsvertreter. Mit all diesen sachkundigen Fachleuten, die in verschiedenen Regionen Deutschlands leben und arbeiten, ist das vorhandene professionelle Basis-Wissen so breit und umfassend wie nur irgend möglich, damit die aus allen Bundesländern eingereichten Bewerbungen auch adäquat eingeordnet und beurteilt werden können. Die speziellen Sachkenntnisse, die jeder einzelne Juror mit einbringt, sorgen für eine größtmögliche Objektivität bei der “Qual der Wahl”.

Zu den Fachjuroren kommt als Vertreter der öffentlichen Hand, die den Löwenanteil der Fördergelder zur Verfügung stellt, ein von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien benanntes Kuratoriumsmitglied hinzu. Bei Förderentscheidungen innerhalb der Jury hat dieses Mitglied allerdings kein Stimmrecht, da die inhaltliche Qualität der Kunstwerke nur von kundigen Fachleuten beurteilt werden soll.

Im 2010 eröffneten Archiv für Künstlernachlässe werden wichtige Positionen der Gegenwartskunst bewahrt. Das Künstlerarchiv ist eine neuartige Einrichtung, die sich unabhängig von den Moden des Kunsthandels oder musealer Konzepte um künstlerische Lebenswerke bzw. wesentliche Werkkomplexe aller Schaffensphasen eines Künstlers/einer Künstlerin kümmert, um die künstlerische Idee und deren gesellschaftliche Relevanz öffentlich zu halten.

In 2019, work stipends were granted to:

Katja Aufleger, Ines Beyer, Bastian Börsig, Julius Brauckmann, Axel Braun, Julia Bünnagel, Sebastian Dannenberg, Mariechen Danz, Liza Dieckwisch, Wiebke Elzel, Helen Feifel, Jay Gard, Nicola Gördes, Anne Heinlein, Bernhard Hetzenauer, Almut Hilf, Julius Hofmann, Birgit Hölmer, Anne Duk Hee Jordan, Thomas Judisch, Delia Jürgens, Christin Kaiser, Aneta Kajzer, Franziska Koop, Till Krause, Nadja Kurz, Lilly Lulay, Claudia Mann, Pol Merchan, Katharina Monka, Jana Müller, Simon Dybbroe Møller, Christian Orendt, Stefanie Pretnar, Reto Pulfer, Haleh Redjaian, Johanna Reich, Aykan Safoglu, Carmen Schaich, Marten Schech, Berit Schneidereit, Henrik Schrat, Ralph Schuster, Benedicte G. Sehested, Payam Sharifi (Slavs and Tatars), Peter-Jörg Splettstößer, Ivonne Thein, Sung Tieu, Jenni Tischer, Olaf Unverzart, Maarten Van Roy, Kristin Wenzel, Nina Wiesnagrotzki, Clemens Wilhelm, Simone Zaugg, Stefanie Zoche

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